Die INTERSEC 2008 in Dubai war von einigen außergewöhnlichen Ereignissen geprägt.
Der erste Messetag (von insgesamt drei Tagen) verlief planmäßig.
Hier ein Bild vom Eröffnungsrundgang:

Bild oben: Von links nach rechts in vorderster Reihe zu sehen: Michael Bleck CFO/MD ProFF GmbH, Eng. Khalid Al Khatib, CEO von NAFFCO, Major General Rashid Thani Al Matrooshi, Direktor von Dubai Civil Defence und Eng. Radwan Halabi, Export Manager von NAFFCO.
Im Laufe des ersten Tages wurde dann von der Messeleitung mitgeteilt, das der amerikanische Präsident, George W. Bush, am nächsten Tag zu einem kurzfristigen Besuch nach Dubai kommen würde. Er hielt sich zu diesem Zeitpunkt bereits zu einem geplanten Besuch in Abu Dhabi auf, der Besuch in Dubai war ausserplanmäßig.
Dies bedeutete am nächsten Tag, das der gesamte Verkehr in Dubai zum Erliegen kam. Alle Straßen wurden aus Sicherheitsgründen für die Dauer des Besuches gesperrt. Wir mussten zu Fuß ca. 4 km von unserem Hotel zum Messezentrum laufen.
An und für sich wäre so ein Spaziergang durch Dubai ja nicht weiter schlimm gewesen, hätte es nicht zeitgleich angefangen in Strömen zu regnen. Regen ist normalerweise eine absolute Seltenheit in Dubai und meistens auch nur eine Sache von Minuten - nicht so an diesem Tag.
Es regnete ununterbrochen und heftigst durch, auch die Nacht über und am nächsten Morgen waren dann einige Straßen wegen Überschwemmung nicht mehr für den Verkehr passierbar. Insgesamt fielen in Dubai laut GulfNews innerhalb von drei Tagen 108 Liter Regen pro Quadratmeter.
In der Stadt und auf den Autobahnen ereigneten sich dutzende Verkehrsunfälle durch den Regen und die Feuerwehr war pausenlos im Einsatz bei Bränden die durch elektrische Kurzschlüsse ausgelöst wurden. Die höchste je gemessene Niederschlagsmenge in der Region! Die Elektroinstallationen in der Region sind nicht auf größere Regenmengen ausgelegt.....unter anderem brannte am dritten Messetag auch noch die Leuchtreklame unserer Ausstellungshalle. Diese Messe geriet immer mehr zu einer Art Abenteuer, wobei alle Kollegen und Aussteller das Ganze recht gelassen hinnahmen.


Beide Bilder oberhalb: Die Straßen und auch Teile der umliegenden Wüste verwandelten sich teilweise in Seenplatten.

Bild oben: Das Burj Dubai, das neue höchste Gebäude der Welt (808 Meter) ragt bis in die Regenwolken.
Zurück zum Messegeschen auf der Intersec 2008:
Im Jahr 2007 war es uns gelungen eine Kooperation zwischen NAFFCO, der National Fire Fighting Company mit Sitz in Jebel Ali / Dubai und der Firma WESCHENFELDER Sonderfahrzeugbau, mit Sitz in Bretten, herzustellen.
NAFFCO war an dem großen Know-How von WESCHENFELDER im Bereich der Kommando- und Einsatzleitfahrzeuge interessiert, da man selbst bisher nur Großfahrzeuge und Amubulanzen gebaut hatte und durch wesentliche Änderungen in der örtlichen Taktik und Führungsstruktur der Feuerwehren und Rettungsdienste auch Fahrzeuge der Kategorie ELW 1 und 2 nach deutschem Muster nachgefragt wurden, entschloss man sich kurzfristig zu einer Kooperation mit einem entsprechend qualifizierten Produzenten.
WESCHENFELDER hatte im Auftrag von NAFFCO einen ELW 1 auf IVECO-DAILY als Vorführfahrzeug gebaut. Dieses Fahrzeug wurde erstmals auf der INTERSEC 2008 in Dubai ausgestellt.
Hier einige Bilder von dem Fahrzeug auf dem Messestand von NAFFCO:

Bild oben: Am Fahrzeug von links nach rechts: Andreas Weich, Rudolf Weschenfelder und Frank Appenzeller bei den letzten Vorbereitungen vor Messeeröffnung.

Bild oben: Seitenansicht von links. Das Fahrzeug wird in den Emiraten als "Command and Communication Vehicle" bezeichnet. Interessanter Weise gab und gibt es auch eine unerwartet rege Nachfrage für Fahrzeuge dieser Art in der Industrie: Hier werden sie als "Mobile Office" genutzt, z. B. auf Baustellen und großen Anlagen der petro-chemischen Industrie.
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Bild oben: Seitenansicht von rechts, mit ausgezogener Marquise.

Bild oben: Frontansicht mit geöffneter Schiebetüre und ausgezogener Marquise.
Auf Grund der bestehenden und noch entstehenden großen - um nicht zu sagen riesigen - baulichen Strukturen in der Region, wie z. B. Hochhäuser, Malls und auch die neu gebauten Metrotunnel, besteht Bedarf an mobilen Großventilatoren zur taktischen Ventilation bei Bränden.
NAFFCO hat auch hier die Zeichen der Zeit erkannt und sich an uns gewandt um einen geeigneten Partner für Belüftungsgeräte zu finden. In dem deutschen Unternehmen BIG-TEMPEST fanden wir den richtigen Partner hierfür und konnten auch hier ein Kooperation gestalten.
BIG-TEMPEST war mit einem mobilen Großventilator (MGV), englische Bezeichnung Mobile Ventilation Unit (MVU)und weiteren Überdrucklüftern auf dem Stand von NAFFCO vertreten, siehe Bild unterhalb.

Bild oben: Links ein MGV auf einer Montageplatte. Normalerweise wird das Gerät auf einem PickUp oder einem Raupenfahrgestell montiert. Rechts sieht man Jürgen Bader, Geschäftsführer von BIG-TEMPEST und Josef Mäschle bei den letzten Vorbereitungen.
Der Workshop von Dubai Civil Defence hatte sich auch an einem Großventilator auf Basis eines Flugzeugpropellers versucht und dieses Gerät erstmals ausgestellt, siehe Bild unterhalb.

Ein weiteres Ausstellungsstück aus dem Workshop von Dubai Civil Defence erregte viel Aufmerksamkeit: Ein Voraus-Rüst-Löschfahrzeug auf Basis einer Corvette. Siehe die beiden Bilder unterhalb.


Da die Verkehrsverhältnisse in Dubai, trotz großzügiger Straßen immer sehr beengt sind und es sehr häufig zu massiven Staus kommt, versucht man immer wieder Lösungen zu finden um trotzdem möglichst schnell Einsatzstellen erreichen zu können.
In den Jahren zuvor hatte man bereits diverse Motorräder und Quads für den Feuerwehreinsatz ausprobiert. Von diesen Konzepten war man allerdings wieder abgekommen, die Motorräder und Quads werden nun als First-Responder-Fahrzeuge für die medizinische Rettung verwendet. Siehe die drei Bilder unterhalb.



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